Claudia Seitz

Seit Anfang des Jahres 2009 steht die Kirchenmusik an Johannis unter Leitung von Claudia Seitz. Die junge Kantorin wurde 1978 in Lindenfels im Odenwald geboren und ist im hohenloheschen Weikersheim aufgewachsen. Seit dem 8. Lebensjahr erhielt sie Klavierunterricht und seit 1990 Orgelunterricht bei den Bezirkskantoren Eva-Magdalena und Peter Ammer in Weikersheim. Bereits mit 16 Jahren ließ sie sich zur nebenamtlichen Kirchenmusikerin ausbilden. 1997 erzielte sie beim Orgelwettbewerb ’Jugend musiziert’ in Göppingen den 1. Preis. 1998-2002 studierte sie an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen und erhielt 2002 das B-Diplom. Beim ersten gemeinsamen Hochschulwettbewerb der Hochschulen für Kirchenmusik Tübingen und Rottenburg im Fach Orgelliteraturspiel erhielt sie 2002 den 3.Preis. 2003 begann sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a. M. das Aufbaustudium Kirchenmusik-A. Im Fach Orgel studierte sie bei Prof. Daniel Roth aus Paris. Ende 2007 beendete sie ihr Studium mit dem A-Diplom.

Großen Wert legt Claudia Seitz auf die musikalische Früherziehung. In der Ökumenischen Singschule arbeitet sie mit 50-60 sangesfreudigen Kindern. Daneben bietet sie in drei Leistungsstufen Unterricht im Blockflötenspiel an. Damit werden wichtige Grundlagen für die Zukunft der Kirchenmusik an Johannis gelegt.
Mit der Johanniskantorei studiert Claudia Seitz große Oratorien ein, pflegt daneben aber auch das a-capella-Singen und die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten. In Ihrer Arbeit mit den Sängerinnen und Sängern spielt Stimmbildung eine wichtige Rolle.
Neben der Leitung des Bläserensembles und des Taizé-Ensembles an Johannis führt Claudia Seitz Gospelprojekte für die Mannheimer Kirchenregion Süd durch und organisiert die regelmäßigen Laudate-Dominum-Gottesdienste sowie weitere musikalische Veranstaltungen in der Johanniskirche, insbesondere auch mit den beiden Orgeln.
Mit den erfolgreichen Aufführungen des Requiems von W. A. Mozart, Thomas Rieglers Kindermusical „Israel in Ägypten“ und der mitreißenden bolivianischen Messe beim Sommerkonzert mit der Johanniskantorei, dem Bläserensemble und dem Blockflötenensemble Musica Flauticorde sorgte sie bereits für weitere Höhepunkte der Kirchenmusik an Johannis.
In der derzeitigen schwierigen finanziellen Situation der Ev. Kirche in Mannheim mobilisiert die junge Kantorin zusammen mit dem Förderverein für die Kirchenmusik an Johannis Crescendo alle Kräfte in der Gemeinde, um die hauptamtliche Kirchenmusik an der Johanniskirche zu erhalten. So fand am 20. September diesen Jahres erstmals ein „Tag der offenen Töne“ statt. Alle kirchenmusikalischen Gruppen präsentierten sich über den Tag verteilt mit kleinen Konzerten und einem mitreißenden Abschlusskonzert und begeisterten die zahlreichen Zuhörer. Es herrschte Kirchentagsstimmung, die alle Beteiligten in ihren Bann zog und ihnen bewusst machte, was die Kirchenmusik an Johannis alles zu bieten hat.